NEWS – Venture Clienting in Aktion: Axpo und Localiser entwickeln MatcH2
Axpo setzt Startups gezielt als Innovationsbeschleuniger ein

Axpo ist eine langjährige Partnerin von Bluelion, besonders im Bereich Venture Clienting haben wir mit Axpo bereits einige Kampagnen in den letzten Jahren veröffentlich. Wir zeigen in diesem Blog Artikel anhand eines Use Cases auf, welche Schritte bei Venture Clienting durchlaufen werden. Axpo hat im Zuge unserer Venture Clienting Aktivitäten nach Möglichkeiten gesucht, die Wasserstofflogistik zu vereinfachen und entsprechend günstiger und nachhaltiger zu gestalten. Bluelion hat in einer expliziten Suche dabei spannende Startups identifiziert, welche Axpo bei der Lösung ihrer Herausforderung unterstützen können. Hieraus ist eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Localiser und Axpo entstanden, welche gemeinsam die Plattform MatcH2 entwickelt haben, die nun im Februar 2025 beim Swiss H2 Summit dem Schweizer Wasserstoffsektor vorgestellt wurde. Die ersten Wasserstoffprojekte sind bereits auf der Plattform registriert.
Venture Clienting in Aktion
Die Herausforderung
Als grösste Anbieterin von erneuerbarer Energie in der Schweiz steht Axpo vor einer entscheidenden Herausforderung im Bereich Wasserstoff: die Reduktion von CO2-Emissionen sowie die Senkung der Kosten in der Wasserstofflogistik. Wasserstoff birgt enormes Potenzial als saubere Energiequelle, doch die effiziente Handhabung und der Transport bleiben nach wie vor komplexe Aufgaben. Um diese Herausforderungen zu meistern, entschloss sich Axpo, innovative Lösungen aus dem Startup-Ökosystem zu identifizieren und zu testen, mit dem Ziel, die Effizienz der Wasserstofflogistik signifikant zu verbessern.

Die Lösung
Um dieses Ziel zu erreichen, ging Axpo eine Partnerschaft mit Bluelion ein. Bluelion unterstützt Unternehmen dabei, Startup-Technologien zu identifizieren und nutzen, um bestehende Herausforderungen zu adressieren, für die es noch keine etablierten Lösungen auf dem Markt gibt. Dabei kommt das sogenannte „Venture Clienting“-Modell zum Einsatz. Das Modell basiert auf einem „Matchmaking“-Ansatz, bei dem klar definierte Problemstellungen eines Unternehmens mit innovativen Lösungsansätzen von Startups zusammengeführt werden. Im Gegensatz zu traditionellen Innovationsmodellen, bei denen grosse Unternehmen entweder selbst aufwendige Forschung und Entwicklung betreiben oder Startups zu hohen Preisen akquirieren, liegt der Fokus beim Venture Clienting auf der schnellen und schlanken Validierung von potenziellen Lösungen. Der gesamte Prozess verläuft in mehreren Schritten:
1. Definition:
Zu Beginn arbeitete Axpo eng mit Bluelion zusammen, um die Ziele und Anforderungen des Projekts präzise festzulegen. Gemeinsam mit Luka Cuderman, dem verantwortlichen Manager für Marktanalyse und Geschäftsstrategie im Wasserstoffbereich und dem Axpo Innovationsteam wurden zentrale KPIs sowie technische und betriebliche Kriterien definiert, die als Grundlage für die Suche nach geeigneten Lösungen dienten.
2. Exploration:
Mit diesen Vorgaben startete Bluelion eine umfangreiche Suche, um vielversprechende Startups zu identifizieren, die Axpo bei der Lösung ihrer Herausforderung unterstützen könnten. Ein öffentlicher „Call for Innovation“ wurde durch ein gezieltes globales Scouting ergänzt, um sicherzustellen, dass die spannendsten Startups weltweit gefunden wurden. In enger Zusammenarbeit mit dem Partnering & Investing Team – dem Corporate Venture Capital Arm von Axpo – entstand eine umfassende Longlist von rund 100 vielversprechenden Startups.
3. Bewertung:
In einem nächsten Schritt galt es, die relevantesten Startups auf der Longlist zu bestimmen. Bluelion und Axpo bewerteten die Startups anhand von Kriterien wie technologischem Fit, Innovationspotenzial und wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Dabei wurden die Kundenbasis, das Wachstum sowie die Finanzierungsstrategie der jeweiligen Startups sorgfältig analysiert. Am Ende dieses Prozesses konnte die Liste auf ca. 30 gut bewertete Startups eingegrenzt werden.
4. Selektion:
Aus der entstandenen Shortlist wählte Axpo wiederum acht Startups aus, mit denen vertiefte Gespräche geführt werden sollten. Bluelion organisierte erste Meetings zwischen Axpo und den ausgewählten Startups, um offene Fragen zu klären und den „Problem-Solution Fit“ zu validieren. Nach diesen Gesprächen entschied sich Axpo, mit einem der ausgewählten Unternehmen – Localiser – eine Partnerschaft aufzugleisen.
5. Entwicklungsphase:
Gemeinsam mit Localizer hat Axpo infolgedessen die MatcH2-Plattform entwickelt, um eine digitale Lösung zur Vernetzung der Akteure innerhalb der H2-Wertschöpfungskette zu schaffen. MatcH2 verfolgt das Ziel, den Austausch zwischen Wasserstoffproduzenten und -verbrauchern zu erleichtern und so Kollaborationspotential zwischen den einzelnen Akteuren aufzuzeigen.
Fazit
MatcH2 wurde im Februar 2025 beim Swiss H2 Summit dem Schweizer Wasserstoffsektor vorgestellt und die ersten Wasserstoffprojekte sind bereits auf der Plattform registriert. Statt eine eigene Plattform zu entwickeln – ein ressourcenintensiver und risikobehafteter Prozess – konnte Axpo durch den Venture Clienting Ansatz schnell und kosteneffizient eine marktreife Lösung implementieren und ihre Pionierrolle im Wasserstoffgeschäft weiter ausbauen.
Haben wir Dein Interesse an Venture Clienting geweckt?
Venture Clienting ist ein neues Open Innovation Modell, das sich aktuell stark verbreitet. Durch einen „Matchmaking“-Ansatz werden klar definierte Problemstellungen von etablierten Unternehmen mit innovativen Lösungsansätzen von Startups zusammengeführt.
Effizienter Prozess: Strukturierte Vorgehensweise von der Problemdefinition bis zur Implementierung
Schnellere Innovation: Nutzung existierender Lösungen statt aufwendiger Eigenentwicklung
Geringeres Risiko: Schnelle Validierung von Lösungen durch schlanke Pilotprojekte
Hohe Spezialisierung: Zugang zu hoch spezialisierten Startup-Teams und deren Technologie
Mit Venture Clienting kannst DU schnell und schlank potenzielle Startup Lösungen für deine Herausforderungen validieren. Bluelion hilft dir, das Modell erfolgreich zu implementieren, um schnell und effizient mit Startups zusammenarbeiten zu können.