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Prototyp(ing) als Schlüssel zum Erfolg

 

”Das müssen wir mal prototypen!” An diesem Punkt stehen viele, wenn es darum geht, eine Idee vom reinen Konzept in eine anfassbare und erlebbare Lösung zu überführen. Frei nach dem Motto „Fake it before you make it!“ kann der gesamte Prototyping-Prozess als eine grosse Spielwiese gesehen werden. Dabei hat man die Möglichkeit, das Interesse der Kunden an der entsprechenden Lösung zu validieren oder verschiedene Funktionen und Varianten der Idee zu testen, bevor man sich festlegen muss.

 

Ideen erlebbar machen

Mit einem Prototyp wird eine Idee so in Form gebracht, dass potenzielle Nutzer sie erfahren und bewerten können. Prototypen stellen kein vollwertiges Produkt oder einen fixfertigen Service dar. Sie müssen nur gut genug sein, um relevante grundlegende Merkmale eines zukünftigen Angebots für ein Zielpublikum greifbar zu machen. Ein erster Prototyp zeichnet sich dadurch aus, dass er mit möglichst einfachen Mitteln in möglichst kurzer Zeit gebaut werden kann. Je einfacher, schneller und günstiger ein Prototyp ist, desto schneller kann er potenziellen Kunden gezeigt und aufgrund des Feedbacks optimiert werden. Tatsächlich können Prototypen sogar nahezu hässlich sein, denn dann erhält man erfahrungsgemäss das Feedback, das man gerne hätte: schonungslos ehrlich und direkt.

 

Crash Test für eine Idee

Ist man überzeugt oder nahezu verliebt in seine Idee, kann es sehr schmerzhaft sein, wenn man kritische Reaktionen von Kunden erhält. Daher ist es sinnvoll, seine Idee sehr früh einem Crash Test zu unterziehen. „Fail early and often“ ist das Credo. Holt man sehr früh Feeback zu seiner Idee ein, findet man auch früh heraus, was funktioniert und was nicht. Jeder Prototyp ist im Grunde ein Experiment. Die Bereitschaft, schnell zu lernen und radikale Änderungen an einer Idee vorzunehmen, ist unverzichtbar beim Prototyping. Ziel ist es, einen Prototyp in mehreren Wiederholungen so lange zu testen und weiterzuentwickeln, bis ein Angebot entsteht, mit dem die Kunden zufrieden sind.

 

Auf Tuchfühlung mit Kunden

Je länger man im Verborgenen an einer Idee tüftelt, desto eher läuft man Gefahr, am Nutzen der Kunden vorbei zu entwickeln. Geheimhaltung war gestern, heute entwickelt man Lösungen in Zusammenarbeit mit den Kunden. Daher steht der Austausch mit ebenjenen im Zentrum des Prototyping-Prozesses. Ein gut durchdachter Prototyp muss in der Lage sein, reale Reaktionen bei Testern hervorzurufen. Eine Idee lässt sich mit Hilfe eines Prototyps viel besser kommunizieren als mit Worten und in Texten, da Menschen Sachverhalte viel schneller erfassen und begreifen, wenn sie etwas sehen oder in Aktion erleben können. Gelingt es, eine Idee erfahrbar zu machen, wird man ein sehr authentisches Feedback erhalten und kennt die Bedürfnisse der Kunden am Ende vielleicht besser als diese selbst.

 

Den passenden Prototyp finden

So vielfältig Ideen für neue Business sind, so vielfältig ist auch die Auswahl an Prototypen. Um den richtigen Prototyp für eine Idee zu wählen, muss man mit den Annahmen starten, die kritisch für den Erfolg einer Idee sind. Das heisst, wenn die gewählte Annahme nicht zutrifft, kann die Lösung nicht umgesetzt werden oder sie liefert nicht genug Wert für die Kunden. Will man beispielsweise wissen, ob sich Kunden grundsätzlich für eine Lösung begeistern, kann eine Landingpage die richtige Variante sein. Eine schnelle Validierung von einzelnen Funktionalitäten und grundsätzlichen Funktionsprinzipien gelingt vermutlich besser mit einem physischen Prototyp oder Klick-Dummy, den man Kunden in einer Interviewsituation in die Hand geben kann.

 

Effektives Prototyping hilft, kritische Punkte einer Idee in einer sehr frühen Phase zu validieren und gemeinsam mit dem Kunden eine Lösung zu entwickeln aus der am Ende ein spannendes Business stehen kann.

 

Wenn du Fragen hast, kannst du sich gerne an uns wenden.