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Helvetia: Erfolgreiche Umsetzung des Kickbox Programms

 

Im intensivierten Bestreben, externe Innovationen zu fördern, geht manchmal vergessen, dass eine wichtige Quelle für Innovation in den Firmen selbst liegt: in den eigenen Mitarbeitenden. Das Kickbox Programm fördert diese gezielt und bildet die Teilnehmenden dabei in innovativen Arbeitsmethoden aus: Ein Einblick in das Kickbox Programm bei Helvetia, das gemeinsam mit dem Bluelion Incubator umgesetzt wird.

 

Wieso hat sich Helvetia für das Kickbox Progamm entschieden?

Es gibt verschiedene Gründe, warum wir das Programm bei Helvetia eingeführt haben. In erster Linie schafft Kickbox für Helvetia Mitarbeitende einen Rahmen, einfach mal auszuprobieren – was klappt und was nicht – und im Lernprozess wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Das Programm fördert ein Mindset des Experimentierens und befähigt als intern anerkannte Ausbildung die Mitarbeitenden, ihre Ideen selber anzupacken. Damit leistet Kickbox einen wichtigen Beitrag zur Etablierung einer innovativen Unternehmenskultur. Doch das ist nicht alles: Die gestarteten Vorhaben sind für Helvetia wertvoll, da laufend neue Innovationsprojekte daraus hervorgehen, und gleichzeitig ist es für Mitarbeitende sehr motivierend und bereichernd, ihre Ideen im Rahmen von Kickbox einbringen und umsetzen zu können.

 

Wie funktioniert das Helvetia Kickbox Programm?

Interessierte Helvetia Mitarbeitende können ihre innovativen Vorhaben ganz einfach via E-Mail einreichen. Nach einem groben Screening der Ideen sowie einem persönlichen Gespräch mit den Ideengebern werden zweimal jährlich fünf bis zehn rote Kickboxen vergeben. Die Teams starten gemeinsam in ihr zweimonatiges Kickbox-Abenteuer und lernen dabei, wie man innovative Vorhaben von Grund auf validiert und entwickelt. Dafür erhalten die Teilnehmenden rund 20% ihrer Arbeitszeit sowie ein kleines Budget zur freien Verfügung. Nach zwei Monaten intensiver Ideenvalidierung pitchen die Helvetia Mitarbeitenden ihre Ergebnisse vor einer internen Jury. Diese Jury ist ein divers aufgestelltes Gremium, in dem hauptsächlich die Bereichsentwicklungen (oder vergleichbare Funktionen) der unterschiedlichen Helvetia Geschäftsbereiche vertreten sind. Bei einem positiven Entscheid geht es für die Kickbox-Teams während sechs Monaten weiter mit der blauen Kickbox. Ist auch dieser zweite Pitch erfolgreich, wird in der dritten und letzten Phase – also mit der goldenen Kickbox – die Idee in einem langfristigen Setup pilotiert. Das kann entweder mit Unterstützung eines entsprechenden Liniensponsors im Kerngeschäft von Helvetia sein; es kann aber auch als eigenständiges Geschäftsmodell mit dem Ziel einer späteren Ausgründung als Startup fortgeführt werden. Wie lange und wie intensiv die Ideengeber in und nach der goldenen Kickbox bei der Umsetzung ihrer Kickbox-Projekte involviert bleiben, wird je nach Bedarf individuell gestaltet.

 

Welche Vorhaben werden mit einer Kickbox verfolgt?

Die bisherigen Kickbox-Projekte sind thematisch sehr vielseitig und betreffen verschiedenste Bereiche in und um Helvetia. Sie reichen von Technologien wie Blockchain und GPS-Tracking, über neue Angebotspakete von Versicherungen, bis hin zu einer Plattform mit virtuellen Kunstgallerien. Neben der Innovation im Kerngeschäft werden mit Kickbox also auch gezielt komplementäre Themen gefördert, von denen Helvetia indirekt profitiert. Diese thematische Offenheit versetzt uns in die Lage, einen möglichst breiten Teil der Helvetia Mitarbeitenden anzusprechen, und sie aktiv in den Innovationsprozess des Unternehmens zu involvieren. Aktuell sind sieben rote, drei blaue und zwei goldene Kickboxen intensiv damit beschäftigt, ihre Ideen weiterzuentwickeln. Im September finden interne Pitch Events statt, an denen viele der aktuellen Teams sich im Kampf um die nächste Box beweisen müssen. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

 

Was sind eure Learnings aus dem Kickbox Programm?

Seit der Einführung des Programms bei Helvetia lernen wir laufend Neues dazu. Wir passen den Ablauf immer wieder an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden an, und dies ist wohl ein Prozess, der nie abgeschlossen sein wird. Die wichtigsten Erkenntnisse beziehen sich auf den Einsatz der zur Verfügung gestellten Arbeitszeit. Wir haben bereits erfolgreich unterschiedliche Massnahmen ergriffen, um Helvetia Mitarbeitenden die Teilnahme so einfach wie möglich zu machen, beispielsweise durch dedizierte Kickbox-Räumlichkeiten oder die offizielle Anerkennung als Ausbildungsprogramm. Natürlich steht für die Teams aber ihre Kernaufgabe immer an erster Stelle, und es ist und bleibt eine Herausforderung, sich davon für rund 20% der Arbeitszeit abgrenzen zu können. Weiter waren wir anfangs leicht skeptisch, ob wirklich über längere Zeit genug Kickbox-Ideen eingereicht würden, um das Programm fortzuführen. Doch diese anfänglichen Bedenken erwiesen sich bisher als vollkommen unbegründet. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele gute Ideen in unseren Mitarbeitenden schlummern und wir sind überzeugt, Helvetia birgt noch viel mehr Potenzial für die Zukunft.

 

Kontakt:
Anja Zimmermann
Leiterin Helvetia Kickbox | Innovation Manager
anja.zimmermann@helvetia.ch