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5 Erfolgsfaktoren für Intrapreneurship

 

Der Autor dieses Artikels wird über das Thema Intrapreneurship am Event der Zürcher Kantonalbank diesen Mittwoch, 5. Juni 2019, einen Vortrag halten.

 

Intrapreneurship ist in vielen Unternehmen das Schlagwort der Stunde. Unter Intrapreneurship versteht man die Identifizierung und Förderung kreativer und motivierter Mitarbeiter/innen innerhalb eines Unternehmens mit dem Ziel, spannende neue Geschäftsideen zu realisieren. Der anhaltende Trend unterliegt der Annahme, dass innovative Ideen nicht nur bei externen Startups entstehen, sondern dass auch grosses Innovationspotential innerhalb der Organisation, nämlich bei den Mitarbeitenden vorhanden ist. Grundsätzlich kann jedes Unternehmen Intrapreneurship betreiben, jedoch sollten dabei einige elementare Punkte berücksichtigt werden. Basierend auf der Zusammenarbeit mit über 10 Unternehmen und rund 200 Intrapreneuren im Rahmen des Kickbox-Programmes haben wir fünf zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert, die für die Implementierung und Verankerung von Intrapreneurship im Unternehmen entscheidend sind.

 

Keine vorschnelle Beurteilung

Youtube, das heute weltweit grösste Videoportal, startete ursprünglich mit der Idee einer Dating-Plattform. Da sich viele Ideen anfänglich noch stark wandeln, ist es kaum möglich, diese in einem frühen Stadium objektiv zu bewerten. Erst wenn eine Idee weiterentwickelt und mit Kunden validiert wurde, kann ihr wahres Potential erkannt werden. Entsprechend sinnvoll ist es, möglichst allen eingereichten Ideen die Chance zu geben, ihr Potential zu beweisen. Oft sind es die vorerst unscheinbaren Ideen, die sich letztendlich als eigentliche Champions entpuppen.

 

Commitment der Führungsriege

Obwohl Intrapreneurship als “Bottom-Up Innovation” bezeichnet wird, also von den Mitarbeitenden initiiert wird, ist das Commitment der Führungsriege entscheidend.

Während die Geschäftsleitung meist das Go für eine Intrapreneurship-Initiative gibt, liegt es letztendlich in der Verantwortung aller Führungskräfte, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Nur wenn den Intrapreneuren die nötigen Ressourcen (insbesondere in Form von Arbeitszeit) zur Verfügung gestellt werden und die Projekte mit der nötigen Priorität behandelt werden, können die jungen Ideen gedeihen.

 

Kompetente Entscheidungsträger/innen

Die Entscheidungsträger/innen, die über die Förderung und Finanzierung der einzelnen Ideen urteilen, müssen über das entsprechende Knowhow verfügen. Ein Startup kann unmöglich mit denselben Messkriterien wie ein herkömmliches Corporate-Projekt beurteilt werden. Entsprechend wichtig ist es, ein kompetentes Entscheidungsgremium zusammenzustellen, dass genau weiss, welche Kriterien bei der Beurteilung eines Frühphasen-Startups relevant sind. Konkret sollte vorerst primär die Validierung mit potentiellen Kunden sowie das Marktpotential im Fokus stehen, um sicherzustellen, dass überhaupt ein reales Bedürfnis vorhanden ist.

 

Freiraum

Eine örtliche und mentale Distanz zum Alltagsjob bewirkt Wunder. Um wirklich innovative Ideen zu entwickeln ist es unausweichlich, über den Tellerrand des eigenen Unternehmens hinauszuschauen. Dies gelingt umso besser, wenn man in einer neuen, kreativen Umgebung an der eigenen Idee feilen kann und diese auch mit externen Personen – im Idealfall potentiellen Kunden – diskutieren kann. Mit dem TGIF-Format stellt Bluelion einen solchen Freiraum für Intrapreneure unterschiedlichster Unternehmen zur Verfügung.

 

Bereitschaft zum Experimentieren

Innovation geht Hand in Hand mit Experimentieren, Rückschlägen und letztendlich auch Scheitern. Viele grosse Unternehmen sind nicht vertraut mit dieser Arbeitsweise und brauchen Zeit, sich in diesen teils unstrukturierten Prozessen zurechtzufinden. Die Bereitschaft, sich auf diese neue Herangehensweise einzulassen ist jedoch ausschlaggebend, um neuen Ideen den nötigen Raum zur Entwicklung zu bieten. Viele der eingereichten Ideen werden letztendlich nicht umgesetzt werden. Umso wichtiger ist es, die Intrapreneurship-Projekte als Abenteuer Experiment zu verstehen, dessen Erfolg nicht in der Umsetzung, sondern in der schlanken Validierung der Ideen gemessen werden sollte.  

Intrapreneurship ist keine Hexerei. Ist der Wille aller Beteiligten vorhanden, steht dem erfolgreichen Innovieren nichts in Wege. Einfach mal ausprobieren? Bluelion unterstützt bei der Pilotierung des erfolgreichen und erprobten Kickbox-Programmes. Für einen unverbindlichen Austausch stehen wir jederzeit unter info@bluelion.ch zur Verfügung.